{"id":53,"date":"2011-08-22T22:06:16","date_gmt":"2011-08-22T22:06:16","guid":{"rendered":"http:\/\/segelclub-neubaeu.de\/?page_id=53"},"modified":"2011-08-22T22:06:16","modified_gmt":"2011-08-22T22:06:16","slug":"laser-klasse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.segelclub-neubaeu.de\/?page_id=53","title":{"rendered":"Laser-Klasse"},"content":{"rendered":"<p><strong>Laser<\/strong> ist der Name f\u00fcr eine technisch einfach gehaltene, aber nicht anspruchslose\u00a0<a title=\"Einhandsegler\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Einhandsegler\">Einhand<\/a>&#8211;<a title=\"Jolle\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jolle\">Jolle<\/a>. Sie ist in dieser Klasse weltweit am meisten verbreitet. Im Gegensatz zur<a title=\"Europe (Bootsklasse)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Europe_(Bootsklasse)\">Europe<\/a> (die zweitbeliebteste Einhandklasse in Deutschland) sind die\u00a0<a title=\"Segeltrimm\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Segeltrimm\">Trimmm\u00f6glichkeiten<\/a> beschr\u00e4nkter (Unterliek, Baumniederholer und Cunningham), das Segeln ist aber sportlicher. Auch bei wenigen Windst\u00e4rken kann das Boot schon ins\u00a0<a title=\"Gleitfahrt\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gleitfahrt\">Gleiten<\/a> kommen.<\/p>\n<h2>Geschichte<\/h2>\n<h2><span style=\"font-size: 16px; color: #444444; line-height: 24px;\">Der Laser wurde 1970 vom Amerikaner Bruce Kirby als Einhand-Jolle entworfen. Prim\u00e4re Zielsetzung war damals, ein Boot f\u00fcr die Freizeit zu entwerfen, deshalb auch der urspr\u00fcngliche Name \u201eFreetime\u201c. Der Name Laser wurde von einem kanadischen Studenten vorgeschlagen, weil er\u00a0<em>modern<\/em> klingt.<\/span><\/h2>\n<p>Seine einfache Bauweise und die fr\u00fcher niedrigen Anschaffungskosten f\u00fchrten zu einer raschen Ausbreitung. Die Preise sind heute jedoch sehr hoch \u2013 haupts\u00e4chlich seit Zulassung zu den\u00a0<a title=\"Olympische Spiele\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Olympische_Spiele\">Olympischen Spielen<\/a>. Ende des Jahres 2005 gab es gesch\u00e4tzte 189.000 Boote auf der Welt.<\/p>\n<p>Der Laser ist eine strikte One-Design-<a title=\"Bootsklasse\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bootsklasse\">Bootsklasse<\/a>, das hei\u00dft es sind keine Ver\u00e4nderungen zul\u00e4ssig. Eine h\u00e4ufig beanstandete Ver\u00e4nderung war z.\u00a0B. ein meist von Unkundigen in die Kunststoffkappe des\u00a0<a title=\"Schiffsmast\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schiffsmast\">Mastoberteils<\/a> gebohrtes Loch zur Befestigung eines\u00a0<a title=\"Verklicker\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verklicker\">Verklickers<\/a>.<\/p>\n<p>Gefertigt wird der Laser, wie auch die Katamaranserie\u00a0<a title=\"Dart 18 (Bootsklasse)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dart_18_(Bootsklasse)\">Dart<\/a> von der Firma Performance Sailcraft Ltd. in\u00a0<a title=\"England\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/England\">England<\/a>. Lizenznehmer gibt es in den\u00a0<a title=\"USA\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/USA\">USA<\/a>,\u00a0<a title=\"Australien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Australien\">Australien<\/a> und in\u00a0<a title=\"Chile\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chile\">Chile<\/a>.<\/p>\n<h2>Rigg, Segel<\/h2>\n<p>Das\u00a0<a title=\"Katboot\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Katboot\">Cat-getakelte<\/a> Rigg des Lasers\u00a0I besteht aus einem zweigeteilten\u00a0<a title=\"Schiffsmast\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schiffsmast\">Mast<\/a>, wobei das im Durchmesser schw\u00e4chere Oberteil in das Unterteil gesteckt wird. Das\u00a0<a title=\"Segel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Segel\">Segel<\/a> besitzt (am\u00a0<a title=\"Achterliek\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Achterliek\">Achterliek<\/a>) zwei untere\u00a0<a title=\"Segellatte\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Segellatte\">Segellatten<\/a> und eine verk\u00fcrzte obere. Zur Befestigung am Mast ist am\u00a0<a title=\"Vorliek\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vorliek\">Vorliek<\/a> eine sogenannte Masttasche eingen\u00e4ht, mit der das Segel einfach auf den Mast gef\u00e4delt wird. F\u00fcr den\u00a0<a title=\"Baum (Segeln)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baum_(Segeln)\">Baum<\/a> ist ein sehr einfacher\u00a0<a title=\"L\u00fcmmelbeschlag\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/L%C3%BCmmelbeschlag\">L\u00fcmmelbeschlag<\/a>, auf welchen der Baum nur gesteckt wird, vorhanden. Nach der Befestigung des Segels und des Baumniederholers am Baum wird die Steckverbindung nur noch auf Druck beansprucht. Das gesamte Rigg steht\u00a0<a title=\"Stehendes Gut\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stehendes_Gut\">unverstagt<\/a> und drehbar in einer Vertiefung, dem sog. K\u00f6cher des\u00a0<a title=\"Schiffsrumpf\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schiffsrumpf\">Rumpfes<\/a>, eine Befestigung erfolgt durch die\u00a0<a title=\"Cunninghamstrecker\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cunninghamstrecker\">Cunningham<\/a>, die\u00a0<a title=\"Schot\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schot\">Schot<\/a> zum Bedienen des Segels sowie gegebenenfalls einer Mastsicherung.<\/p>\n<p>Bei gleichem Rumpf gibt es f\u00fcr den Laser vier unterschiedliche\u00a0<a title=\"Takelage\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Takelage\">Riggs<\/a>. Davon sind jedoch nur drei zu offiziellen Regatten zugelassen. Dabei werden nur das Mastunterteil und das Segel ausgetauscht, alle anderen Teile des Bootes sind identisch. Dieses Prinzip wird \u201eFormula Laser\u201c genannt. (Die Teilung des Mastes wurde vorgenommen, da eine Entwicklungsanforderung des Lasers der Transport auf dem Autodach war.)<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Laser Standard<\/strong>: Rigg mit 7,06 m\u00b2 Segelfl\u00e4che \u2013 olympische Klasse seit 1996, 1996\u20132004 offen, ab 2008 M\u00e4nner<\/li>\n<li><strong>Laser Radial<\/strong>: Rigg mit 5,7 m\u00b2 Segelfl\u00e4che \u2013 olympische Damen-Klasse ab 2008, In Deutschland Jugendmeisterschaftsklasse (m\u00e4nnlich\/weiblich) seit 1998. Der Laser Radial l\u00f6ste 2008 die Europe als olympische Klasse bei den Frauen ab.<\/li>\n<li><strong>Laser 4.7<\/strong>: Rigg mit 4,7 m\u00b2 Segelfl\u00e4che \u2013 seit 2006 Regattaklasse in Deutschland. Der 1971 eingef\u00fchrte Laser 4.7 ist auf junge und leichtgewichtige Seglerinnen und Segler (50\u201365\u00a0kg) ausgerichtet und wird auch als Zwischenstufe zwischen dem\u00a0<a title=\"Optimist (Bootsklasse)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Optimist_(Bootsklasse)\">Optimisten<\/a> und dem Laser Standard oder Radial gesegelt.<\/li>\n<li><strong>Rooster 8.1<\/strong>: Rigg mit 8,1 m\u00b2 Segelfl\u00e4che \u2013 wird seit 2007 von einem britischen Unternehmen namens Rooster Sailing entwickelt und vermarktet. Mit Stand heute (Februar 2010) ist mindestens Segelnummer 426 auf Regatten vertreten (begonnen wurde mit Segel Nummer 81). Zum Segeln des 8.1-Riggs wird zur Mastverl\u00e4ngerung ein Distanzst\u00fcck aus Fiber-Glas zwischen die Masth\u00e4lften des Laser Standard Masts gesteckt. Dieses Rigg wird aber weder von der Deutschen Laser Klassenvereinigung noch von der Internationalen Laser Klassenvereinigung f\u00fcr Wettfahrten anerkannt.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Rumpf<\/h2>\n<p>Der Rumpf wird aus\u00a0<a title=\"Glasfaserverst\u00e4rkter Kunststoff\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Glasfaserverst%C3%A4rkter_Kunststoff\">GFK<\/a> gefertigt. Er ist so leicht, dass er bei den meisten Autos problemlos auf das Dach geladen werden kann.<\/p>\n<h2>Regatta und Wettfahrten<\/h2>\n<p>F\u00fcr alle drei Boote (Standard, Radial und 4.7) gibt es Welt- und Kontinentalmeisterschaften (Senioren und Junioren, Radial-Rigg auch Frauen).<\/p>\n<p>Das Niveau in der Laser-Klasse gilt als eines der h\u00f6chsten der olympischen Bootsklassen. Die Resultate finden sich unter den jeweiligen\u00a0<a title=\"Olympische Sommerspiele\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Olympische_Sommerspiele\">Olympischen Spielen<\/a>.<\/p>\n<h2>Abwandlungen<\/h2>\n<ul>\n<li><a title=\"Laser II (Bootsklasse)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Laser_II_(Bootsklasse)\">Laser II<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Laser Vago\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Laser_Vago\">Laser Vago<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Laser 2000 (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Laser_2000&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Laser 2000<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Laser 4000\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Laser_4000\">Laser 4000<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Laser 5000 (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Laser_5000&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Laser 5000<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Laser SB3\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Laser_SB3\">Laser SB3<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Laser Pico (Seite nicht vorhanden)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Laser_Pico&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Laser Pico<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2>Literatur<\/h2>\n<ul>\n<li>Tim Davison:\u00a0<em>Das Laser-Buch. Grundlagen, Segeltechnik, Profitipps<\/em>. Bielefeld: Delius Klasing 2006,\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spezial:ISBN-Suche\/3768817458\">ISBN 3-7688-1745-8<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2>Siehe auch<\/h2>\n<ul>\n<li><a title=\"Liste von Bootsklassen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_von_Bootsklassen\">Liste von Bootsklassen<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Liste von Schiffstypen\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_von_Schiffstypen\">Liste von Schiffstypen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2>Weblinks<\/h2>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/4\/4a\/Commons-logo.svg\/12px-Commons-logo.svg.png\" alt=\"\" width=\"12\" height=\"16\" \/> <strong><a rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/Category:Laser_(dinghy)?uselang=de\">Commons: Laser<\/a><\/strong> \u2013 Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien<\/div>\n<ul>\n<li><a rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.laserinternational.org\/\">International Laser Class Association<\/a><\/li>\n<li><a rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.laserklasse.de\/\">DLAS Deutsche Laser Association e.V.<\/a><\/li>\n<li><a rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.lasersailing.at\/\">\u00d6LV \u00d6sterreichische Laser Vereinigung<\/a><\/li>\n<li><a rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.swiss-laser.org\/\">Swiss Laser Association<\/a><\/li>\n<li><a rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/laserperformance.com\/\">LaserPerfomance (Herstellerseite, Englisch)<\/a><\/li>\n<li><a rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.sail-laser.de\/\">Laser Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2>Einzelnachweise<\/h2>\n<ol>\n<li id=\"cite_note-0\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Laser_(Bootsklasse)#cite_ref-0\">\u2191<\/a> <a rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.kreuzer-abteilung.org\/Public_PDF\/5406.PDF\"><em>DSV-Yardstickzahlen 2010<\/em><\/a>, abgerufen am 9. August 2010<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laser ist der Name f\u00fcr eine technisch einfach gehaltene, aber nicht anspruchslose\u00a0Einhand&#8211;Jolle. Sie ist in dieser Klasse weltweit am meisten verbreitet. Im Gegensatz zurEurope (die zweitbeliebteste Einhandklasse in Deutschland) sind die\u00a0Trimmm\u00f6glichkeiten beschr\u00e4nkter (Unterliek, Baumniederholer und Cunningham), das Segeln ist aber sportlicher. Auch bei wenigen Windst\u00e4rken kann das Boot schon ins\u00a0Gleiten kommen. 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