{"id":324,"date":"2011-09-20T20:46:05","date_gmt":"2011-09-20T18:46:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.segelclub-neubaeu.de\/?p=324"},"modified":"2011-10-23T13:19:53","modified_gmt":"2011-10-23T11:19:53","slug":"mit-dem-ipad-auf-den-segel-torn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.segelclub-neubaeu.de\/?p=324","title":{"rendered":"Mit dem iPad auf den Segel-T\u00f6rn"},"content":{"rendered":"<p>Der Artikel soll KEINE Werbung f\u00fcr irgendwelche Ger\u00e4te sein, sondern dient rein der Information&#8230; ;-))<\/p>\n<h1><strong>Der Link zum Originalartikel: <a href=\"http:\/\/www.segelrevier.ch\/segeln-und-technik\/ipad-segeln-toern-yacht-charter\/\">Segelrevier.CH<\/a><\/strong><\/h1>\n<p>Kann das iPad von Apple das Notebook an Bord eines Charter-T\u00f6rns ersetzen? Oder muss man weiterhin den schweren Laptop von Zuhause mitschleppen?<\/p>\n<p>Die Vorteile f\u00fcr den Tablet-Rechner aus Cupertino liegen auf der Hand: Ein extrem charterfreundliches Packmass und Gewicht, das brilliante Display und die lange Batterielaufzeit sprechen zun\u00e4chst f\u00fcr die Variante iPad. Auch gibt es mittlerweile eine breite Auswahl an \u201cApps\u201d f\u00fcr den Skipper, von der Navigation \u00fcber detaillierte Wetterberichte bis hin zur Logbuch-App wird man f\u00fcndig, zu Preisen bei denen einem bis vor kurzem der professionelle Seekarten-Dealer noch nicht mal die Hand gesch\u00fcttelt hat.<\/p>\n<p>Lohnt sich der Kauf eines solchen Spielzeugs f\u00fcr den ambitionierten Skipper?<br \/>\nMeine Erfahrung mit dem iPad an Bord ist zwiesp\u00e4ltig. Im Gep\u00e4ck ist das iPad unschlagbar: Flink verstaut nimmt es weniger Platz weg als eine durchschnittliche Zeitschrift und bereits unterwegs kann man sich trefflich damit unterhalten. Das Bord-Entertainment-System an Bord des Flugzeugs wird komplett \u00fcberfl\u00fcssig: Endlich Katastrophenfilme auf dem Flug zur Charterbasis<\/p>\n<p>Die Batterielaufzeit ist gnadenlos: Beim mir zur Verf\u00fcgung stehenden Modell mit 64 GB und 3G muss das iPad nach ca. 8 bis 10 Stunden (je nach Nutzung) an die Stromtankstelle. Bei normalem Hausgebrauch, also hin und wieder Mails checken, Wetterdaten aktualisieren, Facebook u.s.w. kommt man also gut und gerne die ganze Woche ohne eine Steckdose \u00fcber die Runden.<br \/>\nDer Einsatz des GPS-Modules hingegen verk\u00fcrzt die Laufzeit deutlich. Die Batterie-Tankanzeige neigt sich gef\u00fchlt doppelt so schnell dem Ende zu, wenn man ein Programm mit GPS Daten laufen l\u00e4sst. \u00dcberhaupt das GPS-Modul. Vielleicht bin ich ja durch mein Garmin CSx Handheld-GPS ein wenig verw\u00f6hnt, aber grade in Geschwindigkeitsbereichen, in denen sich das Segeln bei mir abspielt, ist die Anzeige ziemlich ungenau.<\/p>\n<p>Der GPS-Fix ist einigermassen schnell, aber die Geschwindigkeits und auch die Kursdaten springen bei Geschwindigkeiten von 2-3 Knoten teilweise wild hin und her. Da hilft auch der eingebaute Kompass nicht viel weiter, der ohnehin gern mal neu kompensiert werden m\u00f6chte und den Norden auch schon mal im Westen verortet. Da bin ich vom Garmin anderes gew\u00f6hnt.<\/p>\n<p>Bei h\u00f6heren Geschwindigkeiten werden die Daten besser, anscheinend ist die Refresh-Rate des iPads im Vergleich zum Garmin geringer, so das bei stabilerem Kursverlauf (Weniger schlingern und rollen etc.) die Daten besser aufgerechnet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Angabe des Ow hingegen ist okay und i.d.R. bis auf ca. 20 Meter genau.<br \/>\nIch setze \u00fcbrigens die App \u201cNavionics Marine: Europe West\u201d ein, die f\u00fcr 34,99 Euro einen kompletten Vektorkartensatz der Atlantikk\u00fcste und des Westlichen Mittelmeeres bis einschliesslich Sardinien, Korsika und der n\u00f6rdlichen Adria mitbringt.<br \/>\nHier einige \u201cScreenshots\u201d von der Gesamtabdeckung, der Bucht von Cannigione und den Hafeninfos, hier Port Toga auf Korsika (Klick f\u00fcr gr\u00f6sseres Foto in neuem Fenster):<\/p>\n<p>Wie man sieht, ist die Gesamtabdeckung ordentlich f\u00fcr den Preis<br \/>\nAber wie sieht es aus, wenn man reinzoomt?<\/p>\n<p>Die wichtigsten Infos sind gut zu sehen. Da es sich um Vektorkarten handelt, kann man bis auf Steg-Niveau ohne Qualit\u00e4tsverlust zoomen, hier die Marina von Cannigione:<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus kann man durch antippen einer beliebigen Stelle des Schirms weitere Informationen zum gew\u00e4hlten Position abrufen, f\u00fcr Yachties besonders informative Stellen sind mit einem kleinen Segelbootsymbol gekennzeichnet. Wenn man diese antippt, erh\u00e4lt man z.B. Infos wie diese hier:<\/p>\n<p>Trotzdem ist das iPad kein Ersatz f\u00fcr die gute alte Papierkarte: Es lassen sich keine Notizen in der Karte machen und wenn das iPad mal eine Schippe Salzwasser mitbekommt, kann man damit h\u00f6chstens noch in den Hafen paddeln. Ausserdem ist bei der Navionics-App nicht ersichtlich, welches Datum den verwendeten Karten zugrunde liegt und ob diese korrigiert werden.<br \/>\nAber um mal eben schnell zu sehen, wo man ist und um den Kurs nachzuplotten ist das Teil genial und vor allem enorm preiswert.<\/p>\n<p>Anonsten habe ich noch installiert:<br \/>\nWeatherPro for iPad \u2013 Gute globale Wetterinfo<br \/>\nWindGuru \u2013 Auf den Punkt genau.<br \/>\niNavX \u2013 Rasterkarten verwendbar<br \/>\nShip Finder HD \u2013 Internet basiertes AIS<br \/>\nSailBook \u2013 Eine Logbuch Applikation<\/p>\n<p>Wenn gew\u00fcnscht, werde ich zu den einzelnen Apps noch einen Review nachliefern.<br \/>\nToll ist nat\u00fcrlich, dass man mit dem iPad seine gesamten Fotos, die iTunes Bibliothek und damit die digitale Musik mit an Bord hat \u2013 in Verbindung mit einem kleinen UKW-Sender, den man in jedem Interdiscount f\u00fcr knapp 20,00 Franken kaufen kann, hat man so ein tolles Bord-Entertainment System, mit dem man Filme und Musik dann sogar \u00fcber die Stereoanlage geniessen kann.<br \/>\nDank dem eingebauten 3G Modul ist man auch unterwegs online. Es ist also m\u00f6glich, E-Mails zu empfangen und zu versenden, seine Facebook-Kontakte mit Statusmeldungen zu erfeuen und vieles mehr. Ohne n\u00f6tiges zus\u00e4tzliches Zubeh\u00f6r. Ultra-Kompakt und sehr n\u00fctzlich, das iPad an Bord.<br \/>\nNun aber zu den Wermutstropfen, die nicht fehlen d\u00fcrfen:<br \/>\nDas iPad kann kein Flash. Damit sind Web-Workern die Statistiken der WordPress-Installationen und Google Analytics verbaut. Auch einige Webseiten, wie z.B. Facebook, verwenden Pop-Up Layer um Listen innerhalb von Webseiten darzustellen. Die kann man nicht scrollen. Man sollte also darauf vorbereitet sein, auf unerwartete Hindernisse beim Surfen im Web zu stossen. Am besten deheim die n\u00f6tigsten Webseiten ausprobieren, damit es keine \u00dcberraschung gibt.<br \/>\nDas Schreiben mit dem iPad ist gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Mir fehlte irgendwie die haptische Gegenmeldung, das ein Knopf gedr\u00fcckt wurde \u2013 Aber daran gew\u00f6hnt man sich, genau wie an die vorlaute Autokorrektur.<br \/>\nJetzt noch zwei Faktoren, die wirklich st\u00f6ren:<br \/>\nDas iPad spiegelt so fest, dass jede Diva ihre Freude dran h\u00e4tte.<br \/>\nDa braucht man keine Schminkspiegel-App\u2026 Was unter Deck noch prima funktioniert, ist im Cockpit fast unleserlich. Das Display selbst zeigt sich von der Sonne zwar recht unbeindruckt, aber durch die Spiegelei sieht man kaum noch etwas.<br \/>\nDie Online-Kosten im Ausland sollte man im Auge behalten.<br \/>\nIch habe f\u00fcr das iPad eine PrePaid L\u00f6sung von Swisscom gebucht, mit Option kostet das MB \u201cnur\u201d noch 2.00 Franken. F\u00fcr gelegentliches Mailen ist das okay, morgens das Wetter holen mag auch noch drin liegen, aber \u201crichtiges\u201d Arbeiten auf dem iPad ist dann nur im Hafen mit WLAN m\u00f6glich.<br \/>\nTrotzdem werde ich mich auf dem n\u00e4chsten T\u00f6rn \u2013 also ab Samstag  \u2013 auf das iPad als alleinige L\u00f6sung verlassen und ausprobieren, wie es sich als \u201cDigital-Lightweight-Nomade\u201d leben l\u00e4sst. Auf der Facebook Seite werde ich versuchen, regelm\u00e4ssige Status-Updates zu posten.<br \/>\nIch w\u00fcrde mich sehr freuen, wenn Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel unten im Kommentarfeld sagen w\u00fcrden. Haben Sie andere Erfahrungen, eine andere Meinung zu diesem Thema? Es gibt \u00fcbrigens auch eine Facebook-Seite zu Segeln in der Schweiz und Meer. Ich w\u00fcrde mich freuen, Sie dort begr\u00fcssen zu d\u00fcrfen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Artikel soll KEINE Werbung f\u00fcr irgendwelche Ger\u00e4te sein, sondern dient rein der Information&#8230; ;-)) Der Link zum Originalartikel: Segelrevier.CH Kann das iPad von Apple das Notebook an Bord eines Charter-T\u00f6rns ersetzen? Oder muss man weiterhin den schweren Laptop von Zuhause mitschleppen? 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